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Internationaler HPV Awareness-Tag: Südtiroler Krebshilfe ruft zu Vorsorge und Aufklärung auf

03.03.2026

Bozen, 4. März – Anlässlich des Internationalen HPV‑Awareness-Tages macht die Südtiroler Krebshilfe auf die entscheidende Rolle von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs aufmerksam. Unter dem Motto „Ich schau auf mich – und du?“ ruft die Organisation zu mehr Bewusstsein für Risiken und Präventionsmöglichkeiten auf.

HPV als Hauptrisikofaktor – frühe Diagnose rettet Leben  

Gebärmutterhalskrebs zählte zu den häufigsten Tumorerkrankungen des weiblichen Genitaltrakts. Da sich die Krankheit über mehrere Jahre entwickelt, gehört die Früherkennung zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen. Laut Dr. Martin Steinkasserer, Primar der Gynäkologie am Krankenhaus Bozen, ist die Präventionsstrategie klar: „Der Pap-Test und die HPV-Impfung sind zentrale Instrumente, um Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.“  

Untersuchungsempfehlungen für verschiedene Altersgruppen  

Frauen im Alter von 30 bis 65 Jahren sollen alle fünf Jahre einen HPV-Test durchführen lassen. Der Test weist Infektionen mit Humanen Papillomaviren nach – dem wichtigsten Risikofaktor für die Tumorentwicklung. Jüngere Frauen unter 30 Jahren werden weiterhin regelmäßig zum Pap-Test eingeladen. Eine HPV-Bestimmung erfolgt nur dann, wenn der Pap-Befund auffällig ist. Der Grund: Viele HPV-Infektionen bei jungen Menschen heilen spontan aus.  

Impfempfehlung für Mädchen und Jungen  

Die HPV‑Impfung gilt international als wirksamste Schutzmaßnahme gegen HPV‑bedingte Tumoren. Sie wirkt am besten, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt verabreicht wird.  

In Südtirol wird der Impfschutz besonders aktiv gefördert:

·         11‑jährige Mädchen und Jungen erhalten eine persönliche Einladung zur kostenlosen Impfung.

·         Die Impfung ist für Frauen und Männer bis 26 Jahre kostenlos – ein erweitertes Angebot der Provinz Bozen, das über nationale Standards hinausgeht.

·         Auch Risikogruppen wie immungeschwächte Personen oder Frauen nach HPV‑bedingten Vorstufen sind einbezogen.

·         Zusätzlich organisiert die Provinz jährliche Open Days, bei denen sich Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren ohne Termin impfen lassen können.  

Deutlicher Rückgang der Erkrankungen  

Seit der Einführung des Pap-Tests als flächendeckende Vorsorgeuntersuchung ist die Zahl der Gebärmutterhalskrebserkrankungen in Südtirol signifikant gesunken. Gesundheitsexpertinnen und -experten führen diesen Rückgang auf das Zusammenspiel aus HPV-Test, Pap-Test und Impfung zurück.  

Gemeinsamer Einsatz für die Gesundheit  

Durch umfassende Information, leicht zugängliche Impfangebote und strukturierte Vorsorgeprogramme verbessern die Südtiroler Gesundheitsdienste Jahr für Jahr den Schutz der Bevölkerung. Viele HPV‑bedingte Tumoren können heute verhindert oder in einem frühen, gut behandelbaren Stadium entdeckt werden.  

Die Südtiroler Krebshilfe appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger:

„Schützen Sie sich. Nutzen Sie die Vorsorge. Die Möglichkeiten sind da – und sie wirken.“

 
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„Ihr sollt nie versuchen, den Körper zu heilen, ohne die Seele zu heilen. Denn der Teil kann nur gesund sein, wenn das Ganze gesund ist“.
Platon
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