Gemeinsam wachsen als
aktiver Prozess, um an Krebs erkrankten Menschen und deren Angehörige mit
bedürfnisorientierten Angeboten zu begleiten: Bei der Vollversammlung der Südtiroler
Krebshilfe am 11. April in Bozen wurden die Tätigkeiten des Vorjahres sowie
neue Projekte vorgestellt.
„Gemeinsam
wachsen beschreibt den Weg, den die Südtiroler Krebshilfe täglich geht. Unser
Anspruch liegt darin, unsere Dienstleistungen so weiterzuentwickeln, dass sie
den individuellen Bedürfnissen der erkrankten Menschen entspricht. Unser Wachstum
lässt sich dabei nicht nur in Zahlen messen. Viel mehr zeigt es sich darin, wie
wir an Krebs erkrankten Menschen und deren Angehörigen begegnen: mit Empathie,
einer positiven Haltung und der Aussicht auf eine möglichst gute Lebensqualität“,
eröffnete Maria Claudia Bertagnolli,
Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe, die Mitglieder-Vollversammlung in Bozen.
Die Wichtigkeit der Südtiroler Krebshilfe unterstrichen auch Gesundheitslandesrat
Hubert Messner, Soziallandesrätin Rosmarie Pamer sowie Sanitätsdirektor Josef
Widmann in ihren wertschätzenden Worten an die Mitglieder der Südtiroler
Krebshilfe.
Mitgliederzahl steigt
jährlich
Die Südtiroler Krebshilfe berät, begleitet und
unterstützt seit dem Jahr 1981 an Krebs erkrankten Menschen in Südtirol und
deren Angehörige mit einer Vielfalt an Dienstleistungen und Angeboten. Mit über 10.200
Mitgliedern und sieben Bezirksstellen ist die Südtiroler Krebshilfe eine der
größten Vereinigungen in Südtirol. Im vorigen Jahr verzeichnete sie ein
Mitgliederplus von 91 Personen.
Bedürfnisgerechte
Angebote
In den Bezirksstellen bietet die Südtiroler
Krebshilfe landesweit umfangreiche Beratung und Begleitung, Kurse,
Ergotherapien, Selbsthilfegruppen und Freizeitaktivitäten an: Im vorigen Jahr
waren es über 1.300 Stunden an Ergotherapien oder speziellen Bewegungskursen,
die von über 1000 Mitgliedern in Anspruch genommen worden sind. Im Auftrag des
Südtiroler Sanitätsbetriebes bietet die Krebshilfe zudem sanitäre Leistungen wie
die Lymphdrainage an, die in den eigenen akkreditierten Ambulatorien
durchgeführt werden. Das Angebot der Südtiroler Krebshilfe richtet sich dabei
stets an den individuellen Bedürfnissen der Mitglieder, zu denen die
Vereinigung einen engen Kontakt pflegt.
Die Mitglieder erhalten in den Bezirksbüros zudem fachkundige
Informationen und Hilfe bei der Bewältigung von bürokratischen Angelegenheiten.
Häufig ist die Südtiroler Krebshilfe somit eine wichtige Anlaufstelle und Anker
für Menschen, die mit der Diagnose konfrontiert werden und Orientierung
benötigen.
Neue
Projekte
Neben bewährten Initiativen startete die
Südtiroler Krebshilfe im vorigen Jahr einige neue Projekte. In Zusammenarbeit
mit der Urologie-Abteilung am Krankenhaus Bozen unterstützte die Vereinigung
die Anschaffung von wichtigen Hilfsmitteln und Informationsmaterialien für
Männer mit Prostatakarzinom. Zudem beteiligte sich die Südtiroler Krebshilfe
bei der Neugestaltung der Onkologie-Abteilung im Krankenhaus Bozen, um für die
Patientinnen und Patienten eine Atmosphäre der Ruhe, Orientierung und
Geborgenheit vor und während der Therapien zu schaffen.
Krebsforschung:
2 Studien in Südtirol
Im
vorigen Jahr unterstützte die Südtiroler Krebshilfe zwei Forschungsprojekte am
Krankenhaus Brixen. Eine finanzielle Unterstützung erhielt die von Dr. Gilbert
Spizzo geleitete Studie zum Zusammenhäng zwischen Insulinresistenz und
Tumorerkrankungen. Die zweite Studie unter der Leitung von Primaria Sonia
Prader erforscht, wie der Einsatz von Kältereizen die Folgen der Chemotherapie
lindern kann. Diese Studie erhielt auch den Erlös der Primelaktion der
SVP-Frauen zugunsten der Krebsforschung: Im Jahr 2025 erzielten die SVP-Frauen damit
die Rekordsumme von über 67.000 Euro.
Finanzielle
Hilfen
Eine Krebserkrankung
führt zu Verdienstausfällen und zusätzlichen Kosten, unter anderem für den
Ankauf von sanitären Hilfsmitteln oder Therapien. In Zusammenarbeit mit der
Plattform „Südtirol hilft“ sowie eigenen direkten Beihilfen unterstützte die
Südtiroler Krebshilfe im vorigen Jahr über 600 Personen in einer finanziellen
Notlage oder mit geringerem Einkommen.
Starker
Rückhalt
Die
Tätigkeiten der Südtiroler Krebshilfe sind vielfältig und auch kostenintensiv.
Umso wichtiger sind die zahlreichen Benefizaktionen, die von vielen
Ehrenamtlichen mitgetragen werden und auf großen Zuspruch der Bevölkerung stoßen.
Dankbar zeigt sich die Südtiroler Krebshilfe auch über die Unterstützung und
Wertschätzung durch Vereine, Einzelpersonen und Institutionen, unter anderem
durch eigene Spendeninitiativen oder die Zuweisung der 5-Promille bei der
Steuerklärung. Eine Anerkennung, die nicht nur aus finanziellen Gründen von
Bedeutung ist, sondern auch die Solidarität der Bevölkerung mit den Betroffenen
unterstreicht.